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Leseprobe

Träumen als Einblick in die Wirklichkeit der Psyche

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Zu allen Zeiten versuchte man, die Traumbilder zu deuten; in der heutigen Zeit werden sie wissenschaftlich erforscht. Erforscht werden natürlich die Trauminhalte. Man fragt nicht, wie es denn überhaupt sein kann, dass der schlafende Mensch intensive, emotional bewegende Erlebnisse hat. Der Mensch träumt, das ist eben so, diese Tatsache wird nicht weiter hinterfragt, zumindest öffentlich nicht.Die heute allgemein übliche Erklärung dafür, warum wir träumen, ist die, dass unser Bewusstsein auf diese Weise das Tagesgeschehen verarbeiten würde. Ungeklärt bleibt dabei, warum es für diese Verarbeitung all die merkwürdigen bis chaotischen Bilder produziert.
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Nachts in den Phasen des Tiefschlafs verarbeiten wir keine Informationen, wir sammeln sie. Es sind dies Informationen von den inneren Bewusstseinsteilen, von unserem inneren Selbst, unserer Seele, anderen Reinkarnationsselbst oder auch Informationen aus einer anderen wahrscheinlichen Realität, in der unser wahrscheinliches Selbst andere Lebenswege beschreitet. Im Traum probieren wir verschiedene Lösungsmöglichkeiten für die Probleme unserer Alltagsrealität aus; wir erhalten Antworten auf Fragen, auf die wir allein mit unserem wachbewussten Wissen niemals gekommen wären. Und das alles auch dann, wenn wir uns an keinen einzigen Traum erinnern.

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Aber wie kommen Träume, das Träumen, überhaupt zustande? Unser Gehirn müsste doch nachts genauso schlafen wie der Rest des Körpers. Im Schlaf sind wir nicht ansprechbar, sind unsere Sinne außer Kraft gesetzt, wer oder was träumt also?Wir verstehen die Traumerlebnisse, die sich nach dem Aufwachen allesamt verflüchtigen, als Fantasiebilder. Aber wer oder was fantasiert?
Es ist der nicht-physische Teil unseres Bewusstseins, das innere Selbst, das – nein, nicht träumt – sondern aktiv eigene Ziele verfolgt, wenn das äußere Ich schläft. Es ist der Teil unseres Bewusstseins, der sich nicht-physisch ausdrückt und sich deshalb nicht gezwungen sieht, unter den begrenzenden Regeln von Raum und Zeit zu agieren. Das innere Selbst schläft nie, es ist immerzu aktiv, verfolgt viele Interessen, pflegt vielerlei Beziehungen.
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Unser träumendes Ich weiß mehr und kann mehr. Und es findet sich in Realitäten und Verhältnissen zurecht, die das wachbewusste Ich eben erst akzeptieren und verstehen lernt. In dem Maße, in dem wir uns unsere Träume bewusst machen, verstehen wir die wahre Natur unserer Psyche. Im Traum blicken wir in die Heimat unserer Seele oder Psyche, in der die Gesetze von Raum und Zeit keine Gültigkeit haben.